
Wir leben in einer Zeit, in der Kritik schnell laut wird: In Teams, in Beziehungen, in Organisationen, in gesellschaftlichen Debatten und oft auch in uns selbst.
Vorwürfe und kritische Stimmen können uns verletzen, beschämen, lähmen oder zu Gegenangriffen führen. Gleichzeitig weisen sie oft auf etwas hin, das gesehen werden möchte: Verletzte Werte, unerfüllte Bedürfnisse oder Spannungen, für die bisher kein hilfreicher Ausdruck gefunden wurde.
Wie kannst du mit Kritik umgehen, ohne dich sofort zu rechtfertigen oder dich selbst zu verlieren? Wie kannst du auch dann im Kontakt bleiben, wenn du dich angegriffen fühlst? Und was geschieht, wenn du selbst kritisch wirst?
In dieser Fortbildung erforschen wir, wie du in solch herausfordernden Situationen mitfühlend und handlungsfähig bleiben kannst.
Wir schauen auf Situationen, in denen Kritik an dich gerichtet ist, und auf Momente, in denen du selbst kritisch gegenüber anderen oder dir selbst wirst. Besonders relevant ist das für Menschen, die Verantwortung für andere tragen, z.B. als Führungskraft, Coach oder Berater*in.
Aus prozessorientierter Sicht sind Kritik und Vorwürfe nicht nur Störungen, die möglichst schnell beseitigt werden müssen. Sie zeigen, wo etwas gesehen und verändert werden möchte. Wenn wir lernen, innere und äußere Kritik bewusster wahrzunehmen, können daraus neue Handlungsmöglichkeiten und konstruktive Dialoge entstehen.
Die Fortbildung unterstützt dich dabei, in kritischen Situationen klarer wahrzunehmen, was geschieht und neue Wege im Umgang mit Kritik zu finden.
Wir erforschen unter anderem:
Die Fortbildung verbindet kurze theoretische Inputs mit praktischer Erfahrung und der Reflexion eigener Situationen. Wir arbeiten mit Partnerübungen, Kleingruppenarbeit, innerer Arbeit und konkreten Beispielen aus deinem beruflichen und persönlichen Alltag.
Die Prozessarbeit lädt dazu ein, gerade das, was uns stört, neugierig zu erforschen. Kritik, Vorwürfe und Angriffe werden dabei nicht verharmlost. Gleichzeitig fragen wir: Welche Information oder welche Entwicklungsmöglichkeit steckt in dem, was gerade so schwierig erscheint?
So entsteht ein Lernraum, in dem persönliche Erfahrung, professionelle Praxis und die Haltung von Deep Democracy miteinander verbunden werden.
Diese Fortbildung richtet sich an Menschen, die Kritik und Vorwürfein ihrem beruflichen oder persönlichen Alltag bewusster verstehen und konstruktiver damit umgehen möchten.
Besonderseingeladen sind:
• Coaches und Berater:innen
• Therapeut:innen
• Führungskräfte und Teamleitungen
• Pädagog:innen und Menschen aus sozialen Berufen
• Facilitator:innen, Trainer:innen und Mediator:innen
• Menschen, die in Organisationen, Initiativen oder Gemeinschaften arbeiten
Erste Erfahrungen mit Prozessarbeit können hilfreich sein, sind aber nicht erforderlich.
Die Fortbildung ist offen buchbar und zugleich Teil der Intensivweiterbildung Deep Democracy.
Bitte wähle den Beitrag aus, der am besten zu deiner individuellen Situation passt.
Unterstützerpreis: 670 €
Der Unterstützerpreis richtet sich an Menschen mit höherem Einkommen oder an Teilnehmende, deren Kosten von Arbeitgebern oder Unternehmen finanziert werden.
Mit deinem zusätzlichen Beitrag hilfst du mit, einen vielfältigen und solidarischen Lernraum zu ermöglichen.
Standardpreis: 590 €
Der Standardpreis ermöglicht die Durchführung dieser Fortbildung und trägt dazu bei, einen hochwertigen Lern- und Erfahrungsraum zu gestalten.
Gemeinschaftspreis: 510 €
Wenn du aktuell nur über begrenzte finanzielle Mittel verfügst, kannst du den Gemeinschaftspreis wählen.
Zusätzlich vergeben wir einen solidarischen Teilnahmeplatz für 250 €. Wenn du dich dafür interessierst, schreibe uns bitte eine kurze E-Mail mit einigen Informationen zu deiner Situation und Motivation.