
Wenn wir Menschen in herausfordernden Situationen begleiten, Teams leiten oder mit Gruppen arbeiten, kommen wir in Berührung mit dem Spannungsfeld zwischen äußerem Handeln und innerer Orientierung. Wir brauchen mehr als Fachwissen, vor allem dann, wenn es schwierig wird und wir an eigene Grenzen stoßen. Oftmals reagieren wir vorschnell, verlieren den Überblick, fühlen uns innerlich blockiert oder geraten unter Druck.
Die Fähigkeit, innezuhalten, die eigenen inneren Dynamiken bewusster wahrzunehmen und auch in herausfordernden Situationen klar und präsent zu bleiben, kann dabei eine wichtige Ressource sein.
Die Prozessarbeit nach Arnold Mindell versteht Innere Arbeit deshalb nicht als Rückzug aus der Welt, sondern als eine zentrale Fähigkeit, um bewusster mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit gesellschaftlichen Herausforderungen umzugehen.
Je bewusster wir unsere Gefühle, Reaktionen, Spannungen und inneren Dynamiken wahrnehmen können, desto klarer, kreativer und mitfühlender können wir uns selber – aber auch Anderen begegnen und unsere Facilitationskompetenz stärken.
Gemeinsam schaffen wir über 7 Tage hinweg einen lebendigen Lernraum, in dem Menschen mit und ohne Vorerfahrung in Prozessarbeit zusammenkommen, um neue Perspektiven für sich selbst, ihre Arbeit und ihren Umgang mit Herausforderungen zu entdecken.
Wir erforschen, wie wir persönliche Erfahrungen, beruflicheHerausforderungen und gesellschaftliches Handeln miteinander verbinden können. Im Mittelpunkt stehen Methoden der prozessorientierten InnerenArbeit, die uns helfen können, eine innere Orientierung undneue Handlungsmöglichkeiten zu finden.
Im Verlauf der Woche arbeiten wir mit dem prozessorientierten Konzept des Kindheitstraumes und Lebensmythos als Möglichkeit, biografische Erfahrungen in einem größeren Zusammenhang zu verstehen. Dabei geht es nicht um vorgegebene Antworten, sondern darum, einen kreativen und persönlichen Zugang zu den eigenen Erfahrungen und der inneren Berufung zu entwickeln und so den roten Faden deiner persönlichen Heldenreise zu entdecken.
Du lernst unter anderem:
Professionell, Persönlich, Transformierend
Wir arbeiten mit kurzen Theorieinputs, praktischen Übungen in Einzelarbeit, Dyaden und Kleingruppen sowie Austausch in der Großgruppe.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kreativen Zugängen wie Malen,Schreiben, Bewegung und Tönen, die dabei unterstützen, innere Prozesse nicht nur intellektuell, sondern ganzheitlich wahrzunehmen.
„Teach and Talk“: An den Nachmittagen tragen fortgeschrittene Studierende mit kurzen Einblicken in Themen der Prozessarbeit zum gemeinsamen Lernprozess bei.
Jeden Morgen gibt es die Möglichkeit, in einem gemeinsamen Traumkreis nächtliche Träume miteinander zu erforschen.
Auch die Abende sind Teil des gemeinsamen Erfahrungsraums. Neben Zeit für Begegnung und Erholung gibt es die Möglichkeit, eigene kreative oder gemeinschaftliche Angebote einzubringen — vom Geschichten erzählen über Musik und Theater bis hin zu Yoga oder Kontaktimprovisation etc.
Das Sommer-Seminar ist für dich, wenn du
Menschen mit und ohne Vorkenntnisse in Prozessarbeit sind herzlich willkommen.
Für Fortgeschrittene, Studierende der Prozessarbeit oder bereits Diplomierte wird es zusätzliche Möglichkeiten für Supervision, Vertiefung und methodisches Training geben.
Das Seminar wird gemeinsam geleitet von: Kirsten Wassermann und N.N., sowie Marianne Sinner und Stephan Müller (Institut für Prozessarbeit Schweiz)
Das Seminar findet im Haus Hollerbühl in der Nähe von Freiburg statt. Das ruhig gelegene Seminarhaus inmitten der Natur bietet eine warme und gemeinschaftliche Atmosphäre, sehr schöne Zimmer in unterschiedlichen Kategorien und eine Feuerstelle für Begegnung und gemütliche Abende. Die Verpflegung besteht aus leckerer vegetarischer Kost.
Es gibt Möglichkeit, auch draußen zu arbeiten und die Pausen in der Natur zu nutzen.